Chancenpatenschaften Alt & Jung

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat Anfang 2016 das Patenschaftsprogramm „Menschen stärken Menschen“ für Geflüchtete gegründet. Im Rahmen des Programms entstand das Projekt „Chancenpatenschaften Alt & Jung“, welches im Herbst 2018 zusätzlich auch für Patenschaften jüngerer Menschen, die durch ihre Situation (Bildungsferne, Alleinerziehung, Migrationshintergrund etc.) von sozialer Benachteiligung betroffen sind, ergänzt wurde. Die Teilnahme des ikarus.thingers e.V. am Programm „Chancenpatenschaften Alt & Jung“ startete im Januar 2019, das bereits bestehende Projekt „Sprach- und Kulturpatenschaften“ wurde dadurch erweitert. 

Leben selbstbestimmt gestalten

Die Patenschaften haben das Ziel, sozioökonomisch oder wegen erschwerender individueller Bedingungen benachteiligte Menschen zu befähigen, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten und ihr Potential zu entfalten. Die „Chancenpatenschaften“ sollen zur Erhöhung von Teilhabechancen beitragen. Wie kann man das erreichen?
Das ist je nach Zielgruppe unterschiedlich:

Bildungspatenschaften für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Lesepatenschaften, Hilfe bei Schulübergang, Schulabschluss, Übergang in Ausbildung / auf weiterführende Schulen, Fortbildungen, beruflicher Eingliederung und Qualifikation

Migrantinnen und Migranten aller Altersgruppen

Sprachförderung, Hilfe bei Aus- und Weiterbildung und beruflicher Eingliederung

Nachbarschaftshilfe

Mentoring zur Integration junger zugewanderter Familien in eine lokale Gemeinschaft; Unterstützung beim Ankommen, Orientierung, kultureller und sprachlicher Austausch durch gemeinsame Aktivitäten

Hilfe zur Selbsthilfe

Inklusionspatenschaften für Personengruppen mit besonderen Herausforderungen, z.B. Jugendliche aus betreuten Wohngemeinschaften, ehemals straffällige Jugendliche, besonders von Jugendarbeitslosigkeit bedrohte junge Menschen („Ausbildungsabbrecher“) etc.
Eine Patenschaft bedeutet regelmäßige Treffen und gemeinsame Unternehmungen. Die Patenschaften werden freiwillig in beiderseitigem Einverständnis geschlossen. Der Inhalt und die Form einer Patenschaft richten sich individuell nach dem, was in beidseitigem Einvernehmen als zielführend erachtet wird und organisiert werden kann. Die Patenschaft wird mit ihren Aktivitäten, ihrer Häufigkeit und Dauer gemeinsam gestaltet. Verbindlichkeit und Regelmäßigkeit sind dabei wichtig für den Erfolg und eine gute Beziehung. Der kulturelle Austausch ist dabei für beide Seiten meist eine wertvolle Bereicherung. Die Tätigkeit der Paten und Patinnen erfolgt ehrenamtlich.

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